Anne Enright – Rosaleens Fest

Anne Enright erhielt den Booker Prize 2007 für ihren Roman „Das Familientreffen“. Auch „Rosaleens Fest“ war auf der Longlist 2015 vertreten und wurde von  Hans-Christian Oeser ins Deutsche übertragen.

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„[…] sie alle taten es, die Madigans, sie blinzelten langsam. In ihrem Inneren suchten sie nach einem fehlenden Wort, nach einer Empfindung, die nur schwer zu erfassen oder zu erklären war. Sie lächelten mit geschlossenen Augen und verriegelten ihre Gesichter.“

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George Gissing – Die überzähligen Frauen

„Aber wussten Sie, dass es in diesem unserem glücklichen Land eine halbe Million mehr Frauen als Männer gibt? […] So viele überzählige Frauen, die niemals einen Partner finden werden.“

Das ist der Kernpunkt des Romans von George Gissing (1857-1903), der erstmals 1893 erschien.

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Die Handlung des Romans spielt 1888 in England. Er handelt von mehreren Frauen, die zwar ähnlicher Herkunft sind, also alle aus der Mittelklasse stammen, aber unterschiedliche Wege in ihrem Leben eingeschlagen haben. Weiterlesen „George Gissing – Die überzähligen Frauen“

Elizabeth Strout – Die Unvollkommenheit der Liebe

Elizabeth Strout, geboren 1956 in Portland, veröffentlicht mit „“Die Unvollkommenheit der Liebe“ ihren fünften Roman. 2009 erhielt sie für „Mit Blick aufs Meer“ den Pulitzer Preis.

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Die Geschichte wird aus der Sicht von der inzwischen sich in den mittleren Jahren befindenden Lucy Barton erzählt und spielt hauptsächlich in dem New York der achtziger Jahre. Sie geht zu der Zeit zurück, in der sie als junge Mutter einige Wochen im Krankenhaus liegt. Sie beschreibt die Sehnsucht nach ihren beiden kleinen Töchtern und dem schlechten Gewissen, momentan nicht für sie und ihren Ehemann da sein zu können. Dieser hat für sie ein Einzelzimmer besorgt, damit sie sich in Ruhe erholen kann. Der Grund für ihre Krankheit und ihre spätere Gesundung ist unbekannt, sie leidet unter Fieber und kann kaum Nahrung bei sich behalten.

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Jeanette Winterson – Der weite Raum der Zeit

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„Der weite Raum der Zeit“ der Autorin Jeanette Winterson ist ein Teil der Reihe „Hogarth Shakespeare“, in der bekannte Autoren die Stücke Shakespeares in moderne, eigene Geschichten adaptieren. Dieser Roman (und auch die anderen der Reihe) erscheinen beim Klaus Verlag in deutscher Übersetzung. „Der weite Raum der Zeit“ basiert auf „Das Wintermärchen“, einem von Shakespeares Spätwerken, in dem ein von Eifersucht zerfressender König sein Leben und das seiner Liebsten zerstört. Eine Zusammenfassung des Stücks befindet sich auf den ersten Seiten des Romans.

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Jane Austen- Todestag 18.07.1817

Jane Austens Werke sind auch noch heute, 199 Jahre nach ihrem Tod, sehr beliebt. Es gibt nicht nur vielfache werksgetreue Verfilmungen ihrer Romane, sondern auch filmische und schriftstellerische Adaptionen, die in der Gegenwart spielen, es gibt Flirtratgeber, die auf Austens Romanen aufbauen und inzwischen werden sogar Tanzveranstaltungen abgehalten, in denen man sich in das England zu Austen Lebenszeiten zurückversetzen kann. Doch wie kommt es, dass Romane, die vor 200 Jahren veröffentlicht worden sind, noch so ein breites Interesse (und das nicht nur unter Buchliebhabern) hervorrufen?

Ein kleiner Erklärungsversuch.

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Haruki Murakami – Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki

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Tsukuru Tazaki ist in Nagoya aufgewachsen und war während seiner Schulzeit Teil einer Clique von fünf Personen. Was ihn von den anderen (dem sportlichen Aka, dem klugen Ao, der schlagfertigen sprachbegabten Kuro und der stillen musikalischen Schönheit Shiro) unterschied, war die Tatsache, dass in seinem Namen keine Farbbezeichnung vorkommt, er ist unter seinen Freunden als „der Farblose“ bekannt. So fühlt er sich auch oftmals, da er seiner Meinung nach kein außerordentliches Talent besitzt und auch während ihrer Treffen hält er sich mehr ruhig im Hintergrund. Weiterlesen „Haruki Murakami – Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki“