Monatskrimi Januar: Michael Robotham – Der Schlafmacher

Ohne Krimi geht die Mimi…

Ich bin eine bekennende und leidenschaftliche Krimileserin. Um auch dieser Passion von mir hier einen Platz zu geben, werde ich jetzt an jedem letzten Sonntag im Monat mein persönliches Krimihighlight des jeweiligen Monats rezensieren. Den Anfang macht der am 11.01.2016 erschienene neue Roman von Michael Robotham.

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„Der Schlafmacher“ ist der nunmehr zehnte Thriller mit dem an Parkinson erkrankten Psychologen Joe O’Loughlin in der Hauptrolle.

Eigentlich wollte Joe O’Loughlin nicht mehr der Polizei bei der Aufklärung Gewaltverbrechen helfen, da er sich mehr auf sein Familienleben konzentrieren wollte. Als er aber jedoch von Chief Superintendent Ronnie Cray um Mithilfe bei der Aufklärung eines besonders brutalem Verbrechens gebeten wird,bei dem eine Mutter und ihre siebzehnjährige Tochter in ihrem abgelegenen Haus ermordet aufgefunden worden sind, willigt er nach kurzem Zögern ein. Aber nicht nur die Brutalität des Verbrechens bringt O’Loughlin dazu, sich zu engagieren, sondern auch die Tatsache, dass ein ehemaliger Student von ihm, der sich als Profiler bezeichnet und den die Polizei vorher um Hilfe gebeten hatte, wichtige Informationen über den Fall an die Presse weitergegeben hat. So macht sich Joe O’Loughlin mit Unterstützung seines Freundes und Ex-Polizisten Vincent Ruiz daran, den Schuldigen zu finden, bevor es noch weitere Morde gibt. Auch in seiner Familie- seiner getrennt von ihm lebenden Frau Julianne und seiner beiden Töchtern Charlie und Emma- gibt es einschneidende Veränderungen.

Ich habe bis jetzt alle Romane in der Reihe verschlungen, da mir die Ausarbeitung der einzelnen Figuren, der Schreibstil und auch die spannende Handlung jedes Buches gefallen und in Atem gehalten haben. Die Handlungen der Hauptfiguren sind, sowohl im Privat- als auch im Berufsleben, nachvollziehbar und authentisch. Gut finde ich auch, dass auf enorm brutale Schilderungen verzichtet wird und dass nicht nur das „wer“ bei der Aufklärung des Verbrechens wichtig ist, sondern auch das „warum“ hinterfragt und bis zu einem gewissen Punkt erklärt wird.

Ich bin nicht nur von dem Kriminalfall in Atem gehalten worden, sondern auch das Privatleben der Familie O’Loughlin hat mich von Beginn an gefesselt. Ich habe die Entwicklung dieser Familie nun seit 10 Bänden begleitet und finde es spannend, wie sich die Familienmitglieder und deren Beziehung im Laufe der Zeit verändert haben.

Der Leser bekommt durch die Passagen, die aus der Sicht des Täters geschildert werden, Hintergrundwissen über die Motive der Tat(en). Es gefällt mir auch , wie der Verlauf Parkinsonkrankheit des Protagonisten geschildert wird- da das Buch aus Joe O’Loughlins Perspektive erzählt wird, schildert er die Beschreibung der Krankheitssymptome eher tragikkomisch :

„Diesen Moment wählte mein Körper, um zu versteifen, sodass ich in einer klassischen James-Bond-Hocke erwischt werde, ohne die Pistole natürlich, das Gesicht starr, der Körper in der Bewegung eingefroren, als würde ich Stopptanzen spielen.“

Alles in allem ist „Der Schlafmacher“ ein solider Krimi/Thriller, der mich sehr gut unterhalten hat. Oftmals ist es bei Krimireihe mit einem Ermittler so, dass das Niveau der Anfangsbände nicht durchgehend aufrecht erhalten wird und es kaum Charakterentwicklungen gibt, bei der Joe O’Loughlin/ Vincent Ruiz Reihe ist es für mich aber (zum Glück) nicht so.

Michael Robotham

Der Schlafmacher

Goldmann, 2016

ISBN: 978-3-442-31408-9

 

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